28.Nov.2017

Rollenspielen

Es gibt, neben Computerspielen natürlich, grundsätzlich zwei verschiedene Arten von Rollenspiel. Das so genannte LARP, was life action roleplaying bedeutet, an welches die meisten denken, wenn sie hören dass jemand Rollenspiele spielt. Dort verkleidet man sich und trifft sich meist zu größeren Events, wie Mittelalterfestivals oder ähnliches um mehrere Tage in eine entsprechende Welt, mit allem was dazu gehört, einzutauchen. Diese Art betreibe ich allerdings nicht.

Ich spiele lediglich so genannte Pen and Paper Rollenspiele. Bei dieser Art des Rollenspiels, trifft man sich, forzugsweise regelmäßig, um gemeinsam am an einem Tisch eine Geschichte zu spielen. Dabei gibt es einen Meister, der entweder ein fertiges, gekauftes oder aber auch ein eigens kreiertes Abenteuer besitzt. Er schildert den Spielern diverse Tatvorgänge, die Umgebung und spielt die NSCs - die Charaktere die nicht von den Spielern gespielt werden. Die Spieler besitzen jeweils einen selbst erstellten Charakter, mit denen sie, entsprechend der Art ihres Charakters, als Gruppe interagieren und der Geschichte des Meisters folgen - oder eben auch nicht.
Der Reiz an diesem Spiel ist es, dass man alle Freiheiten und Möglichkeiten hat, etwas zu tun. Natürlich im Rahmen eines gewissen Regelwerkes, welches je nach Rollenspiel mehr oder weniger Umfangreich sein kann. Es gibt Rollenspiele sämtlicher Kategorien: Sci-Fi, Endzeit, Fantasy, Mittelalter, Fun-Plots und sämtliche Varianten dazwischen. Die meisten Rollenspiele sind recht zeitintensiv. So dauert eine Kampagne, welche meist aus mehreren Abenteuern besteht, oftmals mehrere Monate (wenn man sich nicht jeden Tag trifft). Jedoch gibt es auch Funrollenspiele, bei denen ein Abenteuer nur wenige Stunden dauert.

In meinen, inzwischen 12 Jahren rollenspielen, habe ich Dungeons & Dragons, Das Schwarze Auge, Monster aus der Spätvorstellung, Degenesis, Warhammer 40k und Feng-Shui ausprobiert. Mein absoluter Favorit jedoch, ist Das Schwarze Auge. Es besteht aus einem sehr umfangreichen Regelwerk, welches erlaubt, in eine extrem lebendige und realistische Welt auch mit Fantasyelementen einzutauchen. Sind einem die vielen Regeln aber doch zuviel, kann man auch einige optionale Regeln weglassen. Es gibt nicht nur viele Regeln, sondern mindestens genau so umfangreiche Beschreibungen der Welt bzw. der Ländereien und Völker in dieser Welt. Und auch das Weltgeschehen, welches neben den Abenteuern abläuft, wird bereits seit über 20 Jahren regelmäßig aktualisiert und am laufen gehalten.

Für Einsteiger, die so etwas gerne mal ausprobieren möchten, kann ich empfehlen ersteinmal etwas einfachere Rollenspiele zu probieren, oder Das Schwarze Auge lediglich mit den Grundregeln zu spielen. Wer aber bereits ein kleinen Einblick in das Spiel hatte und sich auch gut in Charaktere hineinversetzen kann, dem kann ich es nur ans Herz legen dieses Rollenspiel auzuprobieren.